ÜBER WASSER GEHEN

ÜBER WASSER GEHEN ist der Titel eines interkommunalen Projektes, in dem künstlerische Interventionen zu einem Teil des ökologischen Umbauprozesses des Flusses Seseke in der Hellwegregion wurden.

Die Ausstellung ÜBER WASSER GEHEN fand vom 13. Juni bis 26. September 2010 als gemeinsames Kulturprojekt der sechs beteiligten Kommunen, des Kreises Unna, des Lippeverbandes und der RUHR.2010 GmbH statt.

Seit 2008 sind bei dem Projekt ÜBER WASSER GEHEN international arbeitende Künstlerinnen, Künstler oder Künstlerduos auf neue, experimentelle Weise in den Prozess des Umbaus eines Gewässersystems eingebunden worden. Der Fluss wurde im Kulturhauptstadtjahr 2010 zu einem kreativen, interdisziplinären Laboratorium, zu einem Ort des interkulturellen Austausches und des Dialogs. Umformung und Transformation von Landschaft war der geografische und thematische Bezug einer Kunstroute entlang der Seseke und ihren Zuflüssen, die sich mit einer spannenden Kunstroute präsentierte, an der acht dauerhafte und vier temporäre Installationen zu neuen Sichtweisen und intensiven, zum Teil auch diskursiven Auseinandersetzungen mit der neuen Landschaft aufforderten.

Die positive Resonanz in der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit, hat die Anrainerstädte und Projektpartner überzeugt, das Kunstprojekt gemeinsam weiter zu führen. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Projektes unter dem Titel „land gewinnen“ wurde 2013 der Kreis der beteiligten Partner um den Regionalverband Ruhr, sowie die Urbanen Künste Ruhr erweitert.

Durch die auch in 2010 aktive Kuratorin Billie Erlenkamp, wurden weitere Künstlerinnen, Künstler und Künstlerduos eingeladen, sich zum Thema Transformation und der Fragestellung „Wer gewinnt hier Land?“ mit künstlerischen Positionen einzubringen. Richtungsweisend waren hier Arbeiten aus 2010, welche die Menschen aufforderten, sich die neuen Orte an der Seseke und ihrer Zuflüsse zu „erobern“.

Von 2010 bis 2014 durfte ich das Projekt im Auftrag des Lippeverbandes begleiten, von 2012 bis 2014 in der Funktion der Projektleitung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ueberwassergehen.de